01.07.2012

Vernissage "Börsenindex Mensch"


Interessierte Gäste haben den Eröffnungsabend der Ausstellung belebt und kamen mit den anwesenden Künstlern, Maike Günther, Martina Jäger, Detlef Kirchner, Dieter Navratil, Wolf Tekook und Christian Schafflhuber ins Gespräch. In über 35 Exponaten wird die unterschiedliche Herangehensweise vorgestellt.

Maike Günther gelingt es mit ihrer großformatigen plakativen Malerei dem Betrachter auch kritische Themen einer bunten Welt vorzustellen.
Die Bilder von Jens Hunger spiegeln Phantasie und Realität, auch durch ihren surrealistischen Ausdruck, wider. Eine Szenerie von Vertrauen und Ängsten.
Martina Jäger thematisiert in Ihrem Diptychon eine „Krötenwanderung“ von einer Bank zur anderen, bis diese letztendlich über den EURO taumelnd darüber hinweg abrutschen.
Zahlen und Indizes geben bei Detlef Kirchners Arbeiten den Mensch, so wie Gott ihn schuf, frei (?) und setzen ihn schwebend in den Mittelpunkt des Geschehens.

Die in den Grundfarben gehaltene Trilogie „3m²“ von Dieter Navratil, deren Oberfläche mit der Motorsäge bearbeitet ist, wird in ihrer Aussage durch die Material-Komponenten Meteorit, Boulderopal und Gold ergänzt.
Digitaler Natur, im Fokus der Finanzmarkt, sind die Werke von Wolf Tekook. In den Himmel ragende Finanzgebäude lassen „Peanuts“ haltlos und hoffnungslos umhertreiben.

„win/lose“ so der Titel der beiden Büsten von Christian Schafflhuber. Eine Marmorbüste steht einer Bronzebüste gegenüber. Wer ist der Verlierer und wer der Gewinner, mag man sich fragen.
Die Altmetallskulptur von Susanne Westhoff bildet eine Lebensleiter ab. Scheinbar mühelos wird diese von einem Mensch erklimmt ohne die Bodenhaftung zu verlieren.
Eine „schwebende“ Installation von Karin Seitz stellt eine Frage in den Raum und verbindet, auch mit deren Aufhängung -ein rotes Seil- quer durch den Raum, die einzelnen Exponate sinnbildlich miteinander.

Detlef Kirchner | MUSA Kollateralkunst® brachte an der Vernissage den Gästen die Thematik auch mit einer Satire näher und hatte sogleich das Publikum auf seiner Seite.

Die Besucher wurden eingeladen die Aktion, die an der letzten Vernissage gestartet wurde, fortzuführen. Es galt auf den damals angelegten Werken weitere Veränderungen zu bewirken.

Desweiteren wurden die Besucher gebeten einen Gedanken -Wort/Satz- zur Aus- stellung, zum Thema oder zu den Exponaten schriftlich festzuhalten.
Am späten Abend wurde dann eine dieser Aussagen gezogen. Ein glücklicher Gewinner aus der Schweiz kann sich auf ein kleines Kunstwerk zu seinem Satz „Alles ist in Schwebe“ freuen.
Am Ende der Ausstellung wird ein weiterer Gewinn unter allen teil- nehmenden Besuchern vergeben.
Literarisch ergänzt wird die Ausstellung mit den ausliegenden Büchern „Das Floß der Medusa“ von Dieter Navratil und „Morgen, morgen wird alles zum guten Ende kommen“ von Thomas Gatzemeier.

Die anwesenden Künstler bedanken sich bei den Gästen für das Interesse an Ihren Werken.

Impressionen zur Ausstellung